Archiv für Juni 2012

Events

Den Kuchen hab ich extra für die Veranstaltung heute gebacken…

+++ Some like it hot – Some like it not +++
Zwei Vorträge, ein Film und viel Platz zum Diskutieren
Sex is not the enemy – Sexpositiv zwischen Empowernment und Normierung
Das „A“ in Queer – ein sexpositiver Blick auf Asexualität

Ab 15 uhr: Das „A“ in Queer – ein sexpositiver Blick auf Asexualität
LGBTSIQQA, diese Buchstabenkombination begegnet mir in queeren Kontexten immer häufiger. Sie steht für Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender, Straight, Intersex, Queer, Questioning, Asexual. Doch was bedeutet Asexualität eigentlich und was hat sie mit Queerness zu tun? Warum sind Asexuelle innerhalb queerer Kontexte so gut wie unsichtar? Und ist ein Bedürfniss nach Sexualität wirklich etwas, dass alle haben?
In meinem Vortrag geht es darum, was Asexualität ist und was sie nicht ist. Es geht um die Unterscheidung zwischen sexueller und romantischer Orientierung, darum was asexuell und sexpositiv sein gemeinsam haben, warum für mich Asexualität queer ist, um Consent und darum was du tun kannst, damit sich Asexuelle in deiner Community wohlfühlen.
Zu Beginn der Veranstaltung wird die 30-minütige Dokumentation „Some like it hot, some like it not“ von Nossa Schäfer und Elisa Garrote gezeigt, in der drei Mitglieder von Aven (Asexual Visibility and Education Network) interviewt werden und gleichzeitig nachgezeichnet wird, wie die Sexualwissenschaft im Laufe ihrer Geschichte mit nicht vorhandenem sexuellen Interesse umgegangen ist. Nach dem Vortrag gibt es Raum für Fragen und Diskussion.

Ab 17 uhr: Sex is not the enemy – Sexpositiv zwischen Empowernment und Normierung
Pornfilmfest, Dildoworkshop, Sexparty – Sexpositiv-Sein, d.h. eine offensive, aufgeschlossene, nichtessentialisitische Haltung gegenüber Sexualität und ihrer Spielarten zu haben, hat in den letzten Jahren in vielen queer_feministischen Zusammenhänge an Bedeutung gewonnen. Es ermöglicht neue (sexuelle) Rollen auszufüllen, als die, die für FrauenLesbenTrans* gesellschaftlich vorgesehen sind und ist somit auch eine Empowerment-Strategie.
Für manche bedeutet es aber auch, neuem Druck und Normierungen ausgesetzt zu sein und das Gefühl zu bekommen, anders oder spießig zu sein, wenn sie keinen hippen, abgefahrenen oder überhaupt keinen Sex haben. Besonders für Menschen mit sexualisierten Gewalterfahrungen kann das dazu führen, dass Räume sich für sie nicht mehr sicher anfühlen. Über diesen schmalen Grat, seine Chancen und Risiken sowie Konsequenzen für eine queer_feministische Praxis soll es in dem Vortrag mit anschließendem Austausch und Diskussion gehen.

Der Veranstaltung ist offen für FrauenTrans*Inter*!
Sex Positiv ist eine Strategie für marginalisierte Geschlechter, wie z.B. FrauenLesben, denen oft von außen eine passive, lustfeindliche Sexualität zugeschrieben wird. Weiterhin geht es um eine Sensibilisierung innerhalb der queer-feministischen/ Ladyfest Szene, die sich Sex Positive Strategien aneignet. Deshalb haben wir uns entschieden, den Vortrag auf FrauenLesbenTrans zu beschränken.

Sonntag 17. Juni 2012, ab 15 uhr
FAQ-Laden, Jonasstr. 40, Berlin Neukölln
(das Faq ist barrierarm, es gibt eine kleine Stufe am Eingang, der Raucher_innenbereich ist draussen, http://as-laden.info)