Workshop zu A_sexualität und A_Romantik in Dresden

Some like it hot – some like it not
Ein Workshop zum Thema A_sexualität* und A_romantik*
Samstag 26.7., 13.30 bis 16.30
in den Räumen des Gerede – homo, bi und trans e.V.
Prießnitzstraße 18, 01099 Dresden

Was bedeutet eigentlich Asexualität? Sind das Menschen, die nie Sex haben? Weder mit sich selbst, noch mit anderen? Gibt es Gründe warum Menschen asexuell sind, oder müßte ich dann auch nach Gründen fragen, warum Menschen heterosexuell oder homosexuell sind? Was ist der Unterschied zwischen sexueller und romantischer Orientierung? Warum braucht es den Begriff A_sexualität überhaupt und was erleben Menschen nach einem Outing? Was bedeuten Allosexismus* und Amatonormativität*?

In dem dreistündigen Workshop beschäftigen wir uns mit den Themen A_sexualiät und A_romantik und der Frage, was Sexualität, sexuelle Anziehung, Romantik und romantische Anziehung überhaupt bedeuten. Wir gucken verschiedene Filmausschnitte, in denen Menschen von ihren Erfahrungen berichten, die sich selbst als asexuell*, aromantisch*, graysexuell* oder demisexuell* bezeichnen.
Es wird auch darum gehen, warum asexuelle Menschen sich besonders häufig in queer_feministischen, sexpositiven Räumen nicht wohlfühlen und wie ich Verbündete_r für A_sexuelle und A_romantische Menschen und Communities sein kann.
Ausserdem gibt es eine kleine Comic-Ausstellung zu Freundschaftsliebe, A_sexualität und A_romantik.

Der Workshop ist offen für alle Gender. Die Teilnehmer_innenzahl ist nicht begrenzt.

Andrzej Profus beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Frage, was eigentlich der Unterschied zwischen Freundschaften und Liebesbeziehungen sein soll und warum sexuelle romantische Zweierbeziehungen anders wichtig sind, als Freund_innenschaften. Andrzej definiert sich als graysexuell und wtfromantisch*, hat viele queerplatonische* Beziehungen spielt in einer Band die „Friend Crush“ heißt. Er_sie ist Herausgeber_in des Zines „Wer A sagt, muss nicht B sagen“ und bloggt unter: www.asexyqueer.blogsport.de*

*asexuell: eine Person fühlt keine sexuelle Anziehung zu anderen Menschen
*aromantisch: eine Person fühlt keine romantische Anziehung zu anderen Menschen
*Allosexismus: Glaube oder Vorurteil, das allosexuell sein, die einzige Möglichkeit ist, oder die Beste. Allosexuell ist eine Bezeichnung für jemanden, der_die sich von anderen Personen sexuell angezogen fühlt. Eine nicht-asexuelle Person
*Amatonormativität: Eine soziale Norm, die romantische Beziehungen, als wichiger und wertvoller betrachtet, als Freund_innenschaften oder nicht-romantische-Beziehungen.
Von dieser Norm sind alle betroffen, aber ein besonderes Problem ist sie fuer aromantische Menschen.
*graysexuell: eine Person, die sich im Spektrum zwischen sexuell und asexuell sieht
*demisexuell: eine Person fühlt erst dann sexuelle Anziehung, wenn sie mit jemandem eine tiefe emotionale Verbindung eingegangen ist
*wtf-romantisch: eine Person fühlt keinen klaren Unterschied zwischen Freundschaften und Liebesbeziehungen
*queerplatonisch: eine queerplatonische Beziehung baut nicht auf sexueller oder romantischer Anziehung auf. Queerplatonisch meint, die Beteiligten basteln sich ihre eigene Beziehung, sie „queeren“ die traditionellen Vorstellungen von einer Trennung zwischen Freundschaften und Liebesbeziehungen.
*asexy: Beschreibt eine Person oder einen Gegenstand, der cool, attraktiv oder begehrenswert ist, auf eine nicht sexuelle Art und Weise. Ist auch eine Beschreibung für asexuelle Menschen